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Trachtpflanzen

Bäume und Sträucher: Schlehe - Prunus spinosa

Die Schlehe, auch Schlehdorn genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse und zur Unterfamilie der Steinobstgewächse. Als mittelgroßer Strauch ist sie in Europa, sowie Vorderasien und Nordafrika beheimatet. Man findet die Schlehe an sonnigen Standorten, meist auch auf steinigen Böden und als Heckenpflanze mit anderen Sträuchern wie Berberitze, Wildrosen und Weißdorn. Die Schlehe kann bis zu 3 Meter hoch werden und besteht aus stark verästelten mit Dornen besetzten Zweigen. Bevor im Frühling die Schlehe ihre Blätter austreibt, steht der Strauch von März bis April in Blüte.

Es sind weiße, kleine Blüten, die sehr dicht stehen und einen feinen Mandelduft abgeben. Durch den süßen Geruch werden Bienen und andere Insekten angelockt, denen die Schlehe in dieser Zeit als Nahrungsquelle dient. Dabei gibt das Innere des Blütenbechers viel Nektar an die Insekten. Die Blüte wird unter anderem von den Kronblättern gebildet, die von einem fünfblättrigen Kelch umgeben sind. Die Kronblätter selbst reihen sich um die Staubblätter mit ihren rötlichen Staubbeuteln, welche den Griffel umgeben. Die Mitte bildet der Fruchtknoten, der mittelständig in den Blütenboden eingesenkt ist. Später wird aus diesem Fruchtknoten eine dunkelblaue Steinfrucht, die bis in den Winter am Strauch bleibt. Die Früchte sind sauer und werden erst nach Frost im Geschmack angenehmer.