Wissenswerte Informationen über Honig
Ist Honig gleich Medizin?
Die medizinische Wirksamkeite von Honig ist wissenschaftlich
belegt, theoretisch müsst man Honig in der Apotheke kaufen.
Honig kann nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als Heilmittel betrachtet werden. Die heilend wirkenden Bestandteile haben durch ihren prozentual gesehen geringen Anteil nur eine schwache Wirkung. Dennoch erfüllen sie ihre Aufgabe durch längere Anwendung. Der Honig steht gleichzeitig mit der natürlichen Entwicklung im Einklang, d.h. er ist weit physiologischer als die manchmal grobe Wirkung der Arzneimittel auf die biochemischen Prozesse im Organismus. Aus diesem Grunde wurde schon der Honig bei den alten Ägypter als Heilmittel bei Krankheiten, wie auch zur Prophylaxe
geschätzt.
Die chemische Zusammensetzung (verschiedener Zuckerarten, Mikroelemente, Vitamine, Antibiotika, Fermente (Enzyme), Ameisensäure u.a.) und
der komplexe Einfluß auf den Organismus sind für die heilende Wirkung des Honigs verantwortlich. Außerdem können die einfachen Saccharide, wie z.B. Trauben- oder Fruchtzucker, schnell vom Organismus aufgenommen werden, da die Bienen den vorläufigen Fermentabbau übernehmen. Dies geschieht durch die Zerlegung der komplizierten Saccharide des Nektars in einfache. Bei der Anwendung durch den Menschen können die Saccharide
ins Blut gelangen. Dort bilden sie einen grundlegenden energieliefernden Stoff für die Muskeln, bzw. das Herz und das Nervensystem. Beim Sinken des Zuckergehaltes im Blut nimmt sowohl die geistige als auch physische
Arbeitsfähigkeit ab. Durch die im Honig enthaltenen Fermente wird die Resorption (Aufnahme) der übrigen Nahrungsmittel erleichtert.
Ihr völliges Verbrennen befreit die Nieren von einer zusätzlichen
Tätigkeit. Auf diese Weise werden die Nieren entlastet. Dadurch wird
die ausscheidende Funktion der Nieren verstärkt, was zur leichteren
Ausscheidung der Abfallprodukte im Organismus führt. Außerdem
werden mit dem Honig auch Fermente eingeführt, die aus den Speicheldrüsen
der Bienen stammen, was zusätzlich zur Verbesserung der Verdauung
führt.
Im Gegensatz zu Honig steht der industriell hergestellten Zucker. Er muß unter
Einfluß von Fermenten (Enzymen) abgebaut werden, was oft zu einer Überlastung
der Fermentsysteme führt. Außerdem reizt der "Industie-Zucker" die
Magenschleimhaut und kann Entzündungen hervorrufen. Beim Verzehr von größeren
Mengen kommt es zum Anstieg des Cholesteringehaltes im Blut , werden die Korangefäße
geschädigt, kommt es zu Fettleibigkeit.
Die Honigzucker in Kombination mit den Fermenten, Vitaminen, Mineralstoffen
und den organischen Stoffen, machen aus dem Honig ein wertvolleres Mittel
als die medikamente Glykose. Die Glykose des Honigs erhöht die Anzahl
der Glykogene in der Leber und regt die Stoffwechselprozesse und die detoxidierende
Funktion an.
Die im Honig enthaltenen Vitamine unterstützen die Drüsen mit
innerer Sekretion. Dadurch stärkt der Honig die Aufbauprozesse im
Organismus, verbessert die Gewebetrophik und gleicht den Vitaminmangel
aus. Die mit dem Honig eingeführten Mineralstoffe erleichtern dem
Organismus sich von sauer reagierenden Stoffwechselprodukten zu befreien.
Honig enthält auch ätherische und harzartige
Stoffe, die eine leicht erregende Wirkung auf den Organismus besitzen,
besonders auf den Kreislauf und das Nervensystem.
Dass Bienenhonig Schutzeigenschaften besitzt, die die Widerstandsfähigkeit
des Organismus erhöhen, wurde sowohl von der modernen Medizin bestätigt.
Dies geschieht wie folgt: Die Leistungsfähigkeit der Weißen
Blutkörperchen (Phagozyten) wird durch den Honig erhöht. Desweiteren
wird auch mehr Hämoglobin (Blutfarbstoff) hergestellt und die Anzahl
der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) im Blut vergrößert.
Die Bestätigung durch die moderne und Volksmedizin kam erst nach
den Tier- und teilweise auch Menschenversuchen. Man kam zu der Erkenntnis,
dass Menschen, die in ihrem Leben regelmäßig Honig genossen
haben, widerstandsfähiger gegenüber verschiedenen Infektionen
und ungünstigen Verhältnissen wurden.
Honig in geringen Mengen besitzt antiallergische Eigenschaften. Jedoch
wurde festgestellt, dass größere Dosen Honig zur Allergisierung
des Organismus führen!
Der Volksmedizin ist bereits seit langem die antimikrobielle und Antifäulniswirkung
des Honigs bekannt. So auch gegen Bakterien, wie z.B. Staphylococcus aureus.
Auf einen Wundprozeß aufgelegter Honig führt zu Blutandrang
und Lymphenandrang dank seiner hygroskopischen (feuchtigkeitaufnehmenden)
Eigenschaften und seiner Fähigkeit, die Gewebe osmotisch und chemisch
durch die Säuren, die er enthält, zu reizen. Zu dieser mechanischen
Reinigungswirkung muß auch seine antibiotische Wirkung hinzugefügt
werden. Die in Honig enthaltenen Flavonoiden fördern die regenerativen
Fähigkeiten der Zellen.
Um diesen guten Wirkungsgrad zu erhalten, muß man den Honig direkt
am Ort des Ursprunges anwenden, d. h. wenn der Honig in Berührung
mit den Wund- oder Eiterprozessen tritt, z.B. oral bei Magengeschwüren, durch Einnahmen bei Entzündung der Luftwege, kutan (auf der Haut) bei Wunden usw...
Die antibiotischen Eigenschaften, spezifisch für die verschiedenen Honigarten, hängen von den Aufbewahrungsbedingungen ab: Wärme, Licht (sogar Neonbeleuchtung) inaktivieren sie.


