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Anatomie und Morphologie der Honigbienen - Apis mellifera

Die folgenden Bilder zeigen die Wachsdrüsen der Bienen.


Wachsdruesen der Honigbiene Wachsdruesen der Honigbiene

Wachsdruesen der Honigbiene Wachsdruesen der Honigbiene

Morphologische Darstellung

Die Abbildung oben zeigt eine adulte (ausgewachsene) Arbeiterin von der Seite. Wie bei den meisten anderen Insekten besteht der Körper aus drei anatomischen Abschnitten: (1) dem Kopf mit den Mundwerkzeugen und Sinnesorganen wie den Augen und den Fühlern (Antennen), (2) der Thorax (Brust), einem Bewegungszentrum, das fast vollständig mit Muskeln gefüllt ist, die die häutigen Flügel und die gegliederten Beine bewegen, und (3) dem Abdomen (Hinterleib), der größer als die anderen Teile ist und die Organe für verschiedene Funktionen enthält, unter anderem für Verdauung, Blutkreislauf und Stechen.

Äussere Struktur der Insekten

Die Mundgliedmaßen der Biene umfassen zwei Werkzeugsätze, einen zum Kauen und einem zum Saugen. Die wichtigsten Kauwerkzeuge sind die festen, kieferartigen Mandibeln (Oberkiefer). Sie werden benutzt um Wachs zu formen, Pollen zu kauen, Pflanzenharze zu sammeln, Stockbienen zu putzen, Blüten aufzuschneiden - um so unzugänglichen Nektar zu erreichen - und sogar, um Feinde festzuhalten und so einen festen Ansatzpunkt zum Einstechen des Stachels zu haben. Das Aufsaugen von Flüssigkeiten wird mit dem Proboscis (Rüssel) [siehe Bild oben] ausgeführt, einem zusammenlegbaren Apparat aus verschiedenen Mundwerkzeugen, die eine Röhre um die Zunge herum formen. In dieser Röhre bewegen sich Flüssigkeiten durch Bewegungen der Bienenzunge, durch Saugen mit dem Mund und vielleicht auch durch Kapillarwirkung aufwärts. Der Rüssel dient dazu, Nektar aufzunehmen; die Biene benutzt ihn aber auch zum Wassersammeln, für den Futteraustausch mit Stockbienen, für das Ablecken von Pheromonen und ähnlichen Substanzen von anderen Bienen und zum Verteilen von Nektar und Wasser für eine schnelle Verdunstung im Stock. Wenn er nicht gebraucht wird, ist der Rüssel in eine grosse Furche an der Unterseite des Kopfes eingeklappt. Festes Futter, hauptsächlich Pollen, kann nicht mit dem Rüssel aufgenommen werden, sondern wird, nachdem es mit den Mandibeln in kleine Stücke zerkaut wurde, direkt in den Mund aufgenommen.
Die Beine einer Biene dienen nicht nur der Lokomotion (Fortbewegung), sondern auch zum Futtersammeln, denn sie besitzen besondere Strukturen zum Transportieren von Blütenpollen, einem normalerweise trockenen, staubartigen Material. An der Aussenseite der breiten Tibia (Schiene) jedes Hinterbeines befindet sich ine Vorrichtung, die den Blütenstaub festhält, das sogenannte Körbchen. Seine Oberseite ist glatt, leicht muldenförmig vertieft und von einem Kranz langer, nach innen gekrümmter Haare eingefasst. Der Pollen wird mit Nektar befeuchtet, dannach in das Körbchen geladen und von den Haaren an seinem Platz gehalten. Bienen, die mit Pollensammeln beschäftigt sind, sind sofort an den auf ihre Hinterbeine geladenen auffälligen Klümpchen leuchtend gefärbten Blütenstaubs (den sogenannten "Höschen") zu erkennen. [siehe folgendes Bild] Die Körbchen werden auch benutzt, um Propolis (Kittharz) zu transportieren, das von klebrigen Baumknospen. gesammelt und beim Ausbau des Bienenstocks verwendet wird.

Morphologische Darstellung

Der Stachelapparat liegt versteckt in einer besonderen Stachelkammer im letzten Hinterleibsegment. Er ist ein abgewandelter Legestachel. Der Stachel selbst besteht aus zwei mit Widerhaken versehenen Stechborsten und der Stachelrinne. Beide greifen ineinander, um eine Giftkanüle innerhalb des Wehrstachels zu bilden. Das Bienengift wird in einer Giftdrüse gebildet, die sich zu einer Blase erweitert, in der das Gift gesammelt wird. Wenn die Biene sticht, treibt sie Gift in die Stachelkanüle und die scharfen Stechborsten werden in die Haut des angegriffenen Tieres gestossen. Wenn die Biene versucht ihren Stachel aus fester Haut zurückzuziehen oder der Feind versucht eine stechende Biene abzustreifen, sorgen die Widerhaken an den Stechborsten dafür, dass der Stechapparat verankert bleibt. In Folge dessen stirbt die Biene.