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Bienenkrankheiten

Steinbrut (Aspergillus-Mycose)

Steinbrut - Verbreitung und Therapie

Wie der Kaltbruterreger kann der Pilz durch Verflug oder Räuberei von Volk zu Volk übertragen werden. Natürlich kann der Imker auch selbst durch manche falschen "Pflegemaßnahmen" für die Verbreitung des Pilzes sorgen, wie er ihn auch durch Völker- und Bienenkauf oder mit alten Bienenwohnungen auf seinen Stand bringen kann. Vorsicht vor fremden Handelspollen!

Der Schimmelpilz ist in der Natur im Erdboden, im Blütenstaub und zwischen Sämereien weit verbreitet, und man nimmt an, dass die Bienen ihn auch mit dem Pollen eintragen können. Wenn gelegentlich das Auftreten des Pilzes mit bestimmten, besonders reichlichen Pollentrachten zusammenfiel, sollte man trotzdem nicht unbedingt daraus schließen, dass hier eine direkte Verbindung bestehen muss.

Leider hat man gegen die Aspergillus-Mycose noch kein sicher wirkendes Mittel gefunden. Man könnte die gegen Kalkbrut angewendeten und andere pilzliche Hemmstoffe versuchen. Man könnte auch das befallene Wabenmaterial ausschneiden und die Völker im Kunstschwarmverfahren auf neuen Bau setzen. Bei der Seltenheit der Krankheit, aber auch wegen ihrer Gefährlichkeit für den Menschen, ist es jedoch entschieden das beste, die befallenen Völker zu töten und den Bau einzuschmelzen.
Desinfektion der Betriebsmittel wie bei der Kalkbrut! Wie dort sollte man auch bei einem Steinbrutfall Honig aus dem erkrankten Volk nicht an Bienen weiterverfüttern.