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Bienengesundheit

Reinlichkeit am Bienenstand

Der Bienenstand sollte regelmäßig von Abfällen und besonders tierischen Ausscheidungen sauber gehalten werden, die in hohem Maße zu Übertragung von Krankheiten beitragen. Normalerweise sind Bienen von sich aus reinliche Wesen und koten nicht in ihre Wohnung, sondern im Freien. Das ist anders, wenn sie krank sind. Innere und äußere Störungen können zur Verunreinigung des Stockes führen.

Im Frühjahr sollte der Imker den Wintertotenfall und das Gemüll auf dem Bodenbrett beseitigen. Aber auch die Säuberung der ganzen Bienenwohnung kann von Zeit zu Zeit nicht schaden. Vor allem muss eine verschmutzte Beute, die nach dem Abtöten eines schwachen und kranken Volkes zurückbleibt, gründlich gereinigt werden. Zu säubern sind auch die Rähmchen, aus denen die Waben - gegebenenfalls nach Ausschleudern der Futterreste - herausgeschnitten wurden. Dazu kommt alles Zubehör wie Flugkeil, Absperrgitter, Trenngitter und Futtertrog. Ideal zum Reinigen der Bienenwohnung ist ein (alter) Waschkessel, den man im Freien aufstellen kann. Als Desinfektionsmittel verwendet man Ätzkali oder -natron (Kalium- bzw. Natriumhydroxid). Heiße Lauge ist immer wirksamer als kalte, doch muss man die beiden Ingredienzien erst in kaltem Wasser lösen, ehe man die Lauge zum Kochen bringt. Sonst schäumt sie über, was gefährlich werden kann. Die Mittel werden im allgemeinen 1%ig verwendet. Wenn man jedoch die Bösartige Faulbrut auf dem Stand hat, wird die Konzentration auf 3% erhöht.

Vor dem Eintauchen der Magazine und Rähmchen in die kochende Lauge kratzt man Wachsbrücken und Kittharzüberzüge sauber ab. Das geht bei kaltem Wetter leichter als bei warmem. Das Kittharz kann man sammeln und verkaufen oder selbst verarbeiten. Geschrubbt werden die Zargen und Rähmchen auf dem Kesselrand mit einer langstieligen Bürste. Nach dem Säubern spritzt man alle Teile mit kaltem Leitungswasser gründlich ab. Wenn man will, kann man Holzbeuten noch mit der Gaslötlampe abflammen. Beuten aus Kunststoff oder Stroh vertragen dies jedoch nicht. Strohteile muss man im Zuge der Sanierung eines Bienenstandes von Bösartiger Faulbrut sogar aus den Beuten entfernen und verbrennen.

Vorsicht! Die Waschlauge darf nicht an die Haut gebracht werden und auch nicht mit der Kleidung in Berührung kommen. Auf jeden Fall sollte man Gummihandschuhe und Schutzbrille tragen.