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Bienen-Gesundheit

Ort und Größe des Bienenstandes / Standortfrage

Wo Bienen stehen, sollte es auch Nahrung für sie geben. Am idealsten sind ländliche Gegenden mit Obst- und Futtersamenbau, aber noch besser im Wald, wo sie auch ursprünglich beheimatet waren. Der Waldrand ist der optimale Aufstellungsplatz für die Bienen. Hier finden sie, was für ihr Gedeihen sehr wichtig ist, nämlich eine gute Pollentracht im Frühjahr und Herbst.

Allerdings sollte man beachten, dass nicht jeder Standort geeignet ist. Schattige und feuchte Orte sind schädlich für Bienen, so auch Kaltluftseen und Nebelgebiete sowie windige Gipfellagen. Hänge auf mittlerer Höhe dagegen bieten sich an.
Zu empfehlen ist auch, unterschiedliche Aufstellungsorte auszuprobieren und bei wiederholter schlechter Überwinterung die Bienen an einen anderen Standort zu versetzten.

Entscheidend für den Standort ist auch die Standgröße. Überwinterungsplätze sollten nicht mit mehr als 20 Bienenvölkern besetzt sein. Das sollte auch im Zusammenhang mit der Herbst- und Frühjahrspollenversorgung gesehen werden. Wo es genügend Naturpollen gibt, können sich die Bienenvölker entsprechend gut entwickeln. Ansonsten treten sie in einen schädlichen Nahrungswettstreit. Nur in Gebieten mit Massentrachten, z.B. im Raps, in Futtersamenkulturen, in der Heide und vor allem im honigtauspendenden Wald, können sich auch viele Völker zusammenfinden, ohne dass eine Nahrungskonkurrenz entsteht.

Aber trotzdem sollte das Zusammentreffen von mehreren Bienenvölkern verhindert werden: es besteht hier ein Gesundheitsrisiko. Sollte ein Volk mit einer Bienenkrankheit infiziert sein, ist die Übertragung zu einem anderen Volk einfach geringer. Dann ist es auch für den Imker bei den Bekämpfungsarbeiten deutlich schwieriger. Allein die amtlich angeordneten Sperren legen dann die Wanderung mit den Bienen lahm. Die Folge sind wirtschaftliche Verluste, die man durch die Verteilung der Bienen auf mehrere Standorte verhindern könnte.