
21 Tage
Vom Ei zur Arbeiterin: was in drei Wochen in einer Zelle bei konstant 35 °C passiert.
Die Königin legt ein Ei in eine gereinigte Zelle. Nach drei Tagen schlüpft die Larve und wird von Ammenbienen gefüttert — zuerst mit Futtersaft, später mit Pollen und Honig.
Am neunten Tag verdeckeln die Arbeiterinnen die Zelle mit Wachs. Innen spinnt die Larve einen Kokon und verpuppt sich; aus dem Larvenkörper wird in wenigen Tagen eine Biene mit Flügeln, Facettenaugen und Stachel.
Voraussetzung ist Temperatur: Das Brutnest wird auf etwa 35 °C gehalten, mit weniger als einem Grad Schwankung. Kühlere Brut ergibt Bienen mit messbar schlechterem Lernverhalten.
Entwicklungsdauer bis zum Schlupf
Tage von der Eiablage bis zum Schlupf, Richtwerte bei intakter Bruttemperatur.Drei Wochen Zelle, dann sechs Wochen Arbeit — im Sommer.
Nach dem Schlupf folgt ein festes Aufgabenprogramm: Zellenreinigung, Ammendienst, Bau, Wächterdienst, dann Flugdienst. Die Reihenfolge ist an die Entwicklung der Drüsen gekoppelt, nicht an das Kalenderalter allein.
Sommerbienen leben etwa sechs Wochen, Winterbienen sechs bis acht Monate. Es ist dieselbe Biene — nur mit anderer Physiologie.


