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Die Physiologie der Honigbienen

Der Gesichtssinn

Mit den höchst einfach gebauten drei kleinen Punktaugen auf ihren Scheitel vermögen die Bienen nur Hell und Dunkel wahrzunehmen und auf diese Weise die richtige Zeit für den morgendlichen Ausflug und die Einstellung der FLüge am Abend zu bestimmen. Dagegen sind ihre Facettenaugen Sinnesorgane von erstaunlicher Leistungsfähigkeit. Bienen können Farben sehen.
Wie nehmen Bienen Farben war?
Allerdings sehen Bienen andere Farben als Menschen. Wenn man einen weißen Lichtstrahl durch ein Prisma in verschiedene Wellenlängen zerlegt, dann sehen wir die Wellen zwischen 800 nm bis 400 nm als Farben (Regenbogenfarben). Bienen sehen kein Rot (800-700 nm), aber sie können den Ultaviolettbereich wahrnehmen. Ihr Sehvermögen reicht von 650 nm bis 300 nm. Z.B. erscheint Bienen der für Menschen rote Mohn, Schwarz. Manche weiße Blüten erscheinen Bienen, aufgrund ihrer ultravioletten Beimischung blaugrün.
Auch Formen sehen Bienen anderes als Menschen. Für uns leicht zu unterscheidende Figuren, wie Dreieck, Kreis, Rechteck können Bienen nicht auseinanderhalten; aber sie erkennen stark gegliederte gegenüber schwach gegliederten Strukturen. Das rasterartige Gesichtsfeld, das die Facettenaugen vermitteln, ist nicht zur Differenzierung feinstrukturierter Figuren geeignent. Dagegen ist das grosse Auflösungsvermögen von 250 Lichtreizen pro Sek. erstaunlich (Mensch: 40 Lichtreize/Sek.). Die Bienen ersetzen das räumliche Auflösungsvermögen durch ein zeitliches.
Das Bienenauge hat des Weiteren die Fähigkeit, polarisiertes Licht (Licht dessen Schwingungen in einer Ebene liegen), zu erkennen; polarisiertes Licht ist im reflektierten Sonnenlicht enthalten. Die Fähigkeit der Biene das zu erkennen spielt bei der Orientierung in der Landschaft eine Rolle.

facettenauge


Abb.