Die Physiologie der Honigbienen
Geschmacksinn
Die Mundwerkzeuge der Biene sind Träger der Geschmacksnerven, wenngleich die Biene auch noch mit den Fühlerspitzen und den Vorderbeinen schmecken kann.
Die Biene schmeckt anderes als der Mensch. Chinin und manche andere für
Menschen sehr bittere Stoffe stören Biene kaum. Für Zucker sind sie weniger empfindlich als wir. Für uns ist ein 2 %ige Zuckerlösung noch süß, bei
Bienen erst ab 4% Zuckergehalt. Wenn die Natur im Nektar und Honigtau
mit meist 20 % Zuckergehalt bietet, macht dies Sinn. Denn für das Sammeln von schwäcberen Lösungen würde mehr Energie beim Sammeln und Eindicken
verbraucht werden, als sie daraus zurückgewinnen. Zudem würden Lösungen geringeren Zuckergehaltes gären oder schimmeln bevor sie eingedickt sind. So ist es am besten, die Biene rührt eine schwache Lösung erst gar nicht an.