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Bienen Schädlinge

Kriechtiere, Vögel, Säugetiere

Auch wenn man zugesteht, dass Eidechsen, Frösche, Kröten ab und zu auch einmal eine Biene erhaschen, wird man diese Tiere deswegen nicht gleich zu den Bienenschädlingen zählen. Nicht viel anders ist es mit den Vögeln, obwohl bei ihnen schon eher Spezialisten auftreten, die es vornehmlich auf Bienen abgesehen haben. Der Bienenfresser (Merops apiaster) vertilgt hauptsächlich Bienen, kommt jedoch in unseren Breiten selten vor. Er ist hauptsächlich in Mittelmehrländern anzutreffen. Er vertilgt die Bienen als ganzes Insekt, während andere bienenfressende Vögel nur deren Weichteile verzehren. Bei uns stehen unter anderem Meisenarten, Fliegenschäpper, Zilpzalp, Würger, Haus- u. Gartenrotschwanz, Rotkehlchen und Rauchschwalben in Verruf, Bienen zu jagen. Unangenehm können Meisen und Spechte werden, wenn sie im Winter in der Nähe von Bienenstöcken auftauchen. Ausdauernd klopfen sie an die Kästen und stören die Winterruhe der Bienen. Spechte schlagen manchmal sogar tiefe Löcher in die Kastenwände. Durch die winterliche Ruhestörung können Erkrankungen im Frühjahr oder im Schlimmsten Fall die Gefährdung des Überlebens der Völker die Folge sein. Im Winter könnte man bei der Aufstellung der Kästen ein Schutznetz anbringen. Die Plage durch Vögel sind eher Einzelfälle als eine ernst zu nehmende Gefahr.
Von den Säugetieren sind bei den Imkern die insektenfressenden Spitzmäuse, die in mehreren Arten vorkommen am meisten gefürchtet. Sie treiben vor allem auf waldnahen Ständen ihr Unwesen. Wenn man auf dem Beutenboden oder vor dem Flugloch tote Bienen mit ausgehöhltem Brustteil findet, waren sicher die Nager am Werk. Der größte von Ihnen, die Waldspitzmaus (Sorex araneus) wird im Höchstfall 8 cm lang (ohne Schwanz). Die Zwergspitzmaus (Sorex minutus), mißt als kleinstes Säugetier nördlich der Alpen 3,5 cm. Die akrobatischen Insektenfresser können sich so platt auf den Boden drücken, dass sie noch durch einen 8 mm hohen Flugschlitz hindurchkommen. Im Sommer getrauen sie sich selten in einen gut bevölkerten Bienenkasten. Aber im Winter, wenn das Flugloch nicht bewacht ist, kann sie dem Bienenvolk bedrohlich werden.

Maeuse

Abb. Links: Hausmaus, Rechts: Waldspitzmaus

Aus diesem Grund sollte man auf Waldständen vor den Fluglöchern der Bienenkästen Drahtgitterstücke mit 6 mm Maschenweite anbringen. Siehe folgende Abb.Spitzmäuse sind normalerweise Vertilger von schädlichen Insekten, Raupen, Spinnen usw. und sollten vom Menschen nicht verfolgt werden. Sollten sich im Winter Hausmäuse im Bienenkasten verirren, so war das Flugloch zu groß gewählt.

Maeusegitter

Abb. Mäuseschutzgitter, vor dem Flugloch